Krankheiten

Fische werden in der Regel krank, wenn sie Stress ausgesetzt sind. Es gibt mehrere Ursachen für Stress bei Fischen: schlechte Wasserqualität, plötzliche Veränderungen in der Wasserchemie/-qualität oder die falsche Wasserchemie oder -temperatur, schlechte Pflege, falsche Fütterung, ständige Angriffe von anderen Fischen, andere Krankheiten, zu wenig Versteckplätze, schlechte Belichtung, falscher Transport, usw. Manchmal kann es passieren, dass das schönste und dominante Männchen im Becken krank wird, was zwar seltsam scheint, da dieser Fisch der kräftigste im Becken zu sein scheint. Jedoch ist es ganz normal, dass ein Fisch in einer stressvollen Situation sich mit unterschiedlichen allgemeinen Krankheiten infizieren kann. Bei richtiger Behandlung wird ein kranker Fisch meistens auch wieder gesund. Aber es ist wichtig herauszufinden, wovon der Fisch krank wurde. Sobald Sie die Ursache herausgefunden haben, sollten Sie diese natürlich sofort beheben, sonst riskieren Sie, dass der Fisch gleich wieder erkrankt!

Auch müssen Sie lernen, zwischen einer Vergiftung und einer krankhaften Infektion zu unterscheiden. Eine Vergiftung ist an sich keine Krankheit, jedoch können die Fische aufgrund äußerer Einflüsse leicht erkranken. Typisches Anzeichen einer Vergiftung ist, dass sie jeden Fisch plötzlich befällt, während Infektionen anfänglich nur einige Fische befallen und sich dann langsam auf andere ausbreiten.

 

Anzeichen einer Vergiftung

Häufig Hyperventilation

die Kiemen und manchmal der ganze Körper werden dunkel und der Fisch schwimmt ruckartig.

Eine Verfigung kann mehrere Ursachen haben: meistens sind zu viele Nitrite im Wasser und/oder das Wasser hat einen falschen pH-Wert.

Eine Vergiftung kann aber auch anders hervorgerufen werden z.B. durch Tabakrauch, Insektenspray, Anstreichen des Raumes in dem das Aquarium steht, und auch durch die Verwendung von falschem Holz. In diesem Fall können ein 50%iger Wasserwechsel, die Entfernung der Abdeckung und eine gute Belüftung das Problem beheben.

Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius)

Symptome: Kleine (0,3-1mm) weiße Flecken auf dem ganzen Körper (vor allem auf und um die Flossen). Sie wird durch einen einzelligen Parasiten hervorgerufen und kommt sehr häufig vor; ist sehr ansteckend und meistens tödlich, wenn sie nicht behandelt wird.

Behandlung: Es sind mehrere sehr wirksame Medikamente ind Geschäften erhältlich. Während der Beahndlung mit dieser Medizin, sollte die Wassertemperatur für tropische Fische nicht unter 26°C fallen. Reagieren die Parasiten schlecht oder verschwinden sie nur langsam, müssen die Fische über einen längeren Zeitraum behandelt werden. Ind diesem Fall ist es ratsam, gewöhnliches Kochsalz ins Wasser zu geben (200g pro 100l Wasser)

Bauchwassersucht

Symptome: Bauchwassersucht wird wahrscheinlich von einen Flagellaten (ein einzelliger Organismus) hervorgerufen. Der Flagellat kommt im Darm aller Malawibuntbarsche vor und  schadet normalerweise dem Fisch nicht, da das Immunsystem in der Regel leicht damit zurechtkommt. In einer stressigen Situation kann dieses Gleichgewicht jedoch gestört werden und der Fisch seine Resistenz gegen eine Flagellatattake verlieren. Dies kann dann zu Blähungen führen, die sich wie folgt äußert:

Phase 1: der Fisch will nicht fressen. Er nimmt vielleicht etwas Fressen ins Maul, spuckt es aber gleich wieder aus. Er versucht sich auch im Aquarium zu verstecken.

Phase 2: der Fisch scheint zu "husten"

Phase 3: Fadenförmige, weiße Exkremente werden sichtbar und hängen eine Zeitlang aus der Afteröffnung heraus.

Phase 4: der Fisch ist aufgebläht und stirbt ( meistens stirbt der befallene Fisch sogar noch bevor er anschwillt)

Diese Krankheit kann auch ander Fische befallen, was sich jedoch oft recht langsam abspielt, da selten mehrere Fische gleichzeitig krank werden.

Behandlung: in der Regel leicht zu behandeln, jedoch meistens nicht im letzten Stadium. Medikamente, die gegen Flagellaten wirken, enthalten Metronidazol oder Dimetridazol. Diese Bestandteile findet man auch in Medikamenten für Menschen, z.B. in Flagyl oder in Emtryl, das zur Säugetierbehandlung eingesetzt wird. Nicht selten ist das Immunsystem so stark geschwächt, dass der Fisch zusätzlich noch eine bakterielle Infektion bekommt, weshalb man eine kombinierte Behandlung aus Metronidazol/Dimetridazol und einem Antibiotikum einsetzen muss.

Hautwürmer

Die Parasiten bohren sich in die Haut der Fische und entwickeln sich darin. Die Fische werden als Zwischenwirt benutzt und meistens ist eine 0,5 mm große Blase an den Fischen zu sehen, welche aufplatzt wenn sich der Hautwurm darin entwickelt hat. Diese Stelle kann sich entzünden da Bakterien in die Wunde eindringen können.

 

Kiemenwürmer

Bei dieser Krankheit werden bevorzugt die Kiemen der Fische befallen. Die Kiemen werden angelegt und die Fische leiden unter Schluckproblemen. Durch Scheuern versucht der Fisch die Kiemenwürmer weg zu bekommen. Den Wurmbefall erkennt man an starker Abmagerung der Fische, bei Jungfischen führt dieser zum Erstickungstod.

 

Darmwürmer

Darmwürmer oder Flagelatten befallen den Darm eines Fisches. Cichliden sind die am häufigsten betroffene Fischart dieser Krankheit. Mit diesem Parasit befallene Fische magern sehr schnell ab oder quellen sehr stark auf. Die Augen sind getrübt und zudem leicht vergrößert. Am auffälligsten aber sind die weißen Kotfäden, welche die Fische ausscheiden. Bei zu stark befallenen Fischen hat dies den Tod zur Folge.

 

Bakterielle Flossenfäule

Diese Krankheit wird von Bakterien verschiedener Gattungen ausgelöst. Sie tritt meist in Aquarien auf, welche schlecht gepflegt werden. Auch zu niedrige Wassertemperaturen begünstigen die Flossenfäule. Anfangs erkennt man diese an einer leichten Trübung der Flossenränder, die ein späteres Ausfransen der Flossen nach sich zieht. Solange die Flossenwurzel nicht beschädigt ist, können behandelte Flossen wieder nachwachsen. Ist diese jedoch beschädigt, schränkt dies den Fisch sehr stark in seiner Bewegung ein, und wird dieser oft noch dazu von anderen Fischen attackiert. Dies führt zu Dauerstress und so kommt es zu keinem Genesungsprozess, deshalb sollten betroffene Fische in ein Quarantänebecken gesetzt werden.

 

Sauerstoffmangel

Erkennbar ist dieser Mangel daran, dass die Atmung der Fische sehr hoch ist und sie sehr oft an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen. Daher ist es optimal, den Filterausgang so zu stellen, dass eine sehr hohe Wasseroberflächenbewegung erreicht wird

 


Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!