Das Aquarium

Malawibuntbarsche brauchen ihr eigenes Aquarium oder zumindest ein Becken, in dem sie die dominanten Fische sind. Die Größe des Aquariums wird in der Regel nur nach dem vorhandenen Raum, in dem es stehen soll, gewählt, jedoch sollte man sich dabei immer bewusst sein, dass größer gleich besser ist. Ein großes Aquarium lässt sich viel leichter pflegen als ein kleines. Ein großes Wasservolumen hat eine viel bessere Pufferkapazität, so dass Schwankungen in der Wasserqualität und -chemie viel langsamer auftreten. Es sollte kein direktes Sinnenlicht erhalten, vor allem nicht zur Mittagzeit, damit das Algenwachstum auf dem Glas nicht zu stark wird und eine tägliche Reinigung erfordert.

Zwei einfache Tricks helfen, den Wasser- und Energiekonsum des Aquariums drastisch zu senken. Einmal sollte das Becken mit einer Glasplatte oder sonstigem durchsichtigen Material abgedeckt werden. Damit wird nicht nur der Verdunstung des Wassers vorgebeugt, sondern vpr allem auch dem Verlust an Energie. Zweitens sollte das Aquarium isoliet werden, sofern es nicht in einem Fischraum mit konstanter Temperatur steht. Bei Verwendung von 4 cm dicken Styroporplatten zum Abdichten kann man eine drastische Wärmedämmung erzielen. Zuerst sollte das Becken aus Styropor gestellt werden und danach die Rückseite und beide Seiten (soweit sie nicht für andere Zwecke oder als Sichtfenster benötigt werden) isoliert werden. Die meiste Wärme geht normalerweise durch die Decke verloren, weshalb auch diese Isoliert werden sollte.

Belichtung

Bei einem Aquarium ohne Wasserpflanzen spielt Licht keine wichtige Rolle und die Barsche sind schöner gefärbt und fühlen sich wahrscheinlich auch wohler, wenn es eher düster ist. Solange wir sehen, was im Aquarium vor sich geht, sind mehr als eine Tageslicht Lampe überflüssig. Wasserpflanzen brauchen jedoch mehr Licht, vor allem, wenn das Aquarium tiefer als 50 cm  und zusätzliches Licht unbedingt erforderlich ist, um die Pflanzen am Leben zu erhalten. Ist eine starke Beleuchtung erforderlich, sollte man jedooch auf keinen Fall auch noch hellgefärbten Kies als Bodensubstrat verwenden. Dieser wirkt nicht nur unnatürlich, sondern verhindert vor allem auch, dass die Buntbarsche ihre besten Farben entwickeln.

Dekoration

Felsen und anderes schweres Material sollte auf dem Boden pltziert werden, bevor Sand oder Kies eingegeben werden. Dadurch wird verhindert, dass es durch die Grabaktivitäten einiger Buntbarsche unter den Felsen zum Glasbruch kommt. Am besten stellt man schwer Felsen zum Schutz der Scheiben auf eine dünne Styroporplatte.

Damit das Becken größer erscheint, sollte man große Felsen verwenden und nicht nur faustgroße Steine. Große Blumentöpfe, die als Höhlen und Zufluchtsorte dienen können, sind leicht zwischen den Felsen zu verstecken.

Ist die Rückwand richtig und fest angebracht, kann der Boden mit groben Sand oder feinen Kies bestreut werden. Daas Substrat sollte nicht weiß sein und es sollte auch kein Torf oder Gartenerde verwendet werden. Sicherheitshalber sollte man den Sand oder Kies im Zoofachgeschäft kaufen.  Sand aus dem Gartencenter oder aus dem Freien ist wahrscheinlich auch verwendbar, muss jedoch vor Verwendung gründlichst gewaschen werden.

Sollten echte Pflanzen im Becken eingebracht werden, solte man anstatt von Sand lieber Kies verwenden , außer wenn es sich um wurzellose oder Schwimmpflanzen handelt. Keine gute Idee ist es, Kienholz mit Barschen in ein Becken zu tun, da es das Wasser zu sehr ansäuert.

Pflanzen

Obwohl die meisten Aquarianer Pflanzen geradezu für ein Muss halten, findet man im See jedoch selten welche, außer in den schlammigen Buchten und sehr seichtem Wasser. Nur sehr wenige der im Handel erhältlichen Barsche wurden jedoch in Schlammregionen gefangen, weshalb das das "natürliche" Aquarium für diese Fische eigentlich keine Wasserpflanzen enthalten sollte.

Jedoch eignen sich nicht alle Malawibuntbarsche für ein bewachsenes Aquarium. Leider ist nicht nur die Fressgewohnheit einiger Barsche ein Faktor, der bei der Verwendung von Pflanzen als Aquariumsdekoration berücksichtigt werden muss, sondern vor allem die Grabaktivitäten einiger Arten. Viele graben unter Felsen, wobei sie beträchtliche Mengen an Sand und Kies bewegen können. Jede Pflanze, die sich an ihrem ausgewählten Laichplatz befindet, wird entwurzelt und entfernt.

Viele zum Kauf angebotene Wasserpflanzen befinden sich in kleinen Plastiktöpfen mit einem schwammartigen Material, an dem sich die Wurzeln festklammern. Man kann die Pflanzen ruhig in diesen Behältern belassen und entweder einzeln oder in kleinen Gruppen auf dem Kies aufstellen.


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